Der Beruf des Jägers
Unterschieden wird allgemein zwischen dem Berufsjäger und dem Freizeitjäger. Während der Freizeitjäger eine Jagdprüfung ablegt, und dadurch für einen festgelegten Zeitraum die Tätigkeit der Jagd in Jagdgebieten ausüben darf, absolviert der Berufsjäger eine 3-jährige Ausbildung im Dualen System, und zählt zu den klassischen Ausbildungsberufen. Der Berufsjäger nennt sich nach bestandener Ausbildung offiziell Revierjäger.
Die Prüfung auf dem Weg zum Jäger
Die Jägerprüfung ist zentraler, maßgebender und abschließender Teil des Jagdscheins, welcher den Inhaber berechtigt die Tätigkeit der Jagd unter den geltenden Bestimmungen über einen bestimmten, vorher festgelegten Zeitrahmen auszuüben. Nur das erfolgreiche Bestehen dieser Prüfung berechtigt einen für den Titel Jäger und die damit verbundene Ausübung der Jagd. Ohne Jagdschein ist das Führen von Jagdwaffen, sowie das Jagen und Töten von Wild eine Straftat, und wird entsprechend hoch bestraft. Die Jägerprüfung wird auch als „Grünes Abitur“ bezeichnet, da die Anforderungen sehr hoch sind, und die traditionelle Kluft des Jägers in einem dunklen Grün gehalten ist. Die Anforderungen sind derart spezifisch und hoch, dass bereits während des Lehrgangs und vor der Prüfung ein Großteil der Teilnehmer abspringt. Darüber hinaus bestehen nur ein Bruchteil der Prüflinge die Jagdscheinprüfung – die Durchfallquote ist enorm hoch, und garantiert die Fähigkeiten der absolvierten Jäger.
Der Begriff Jagdwaffe
Als Jagdwaffe wird grundsätzlich jede Waffe bezeichnet die für die Ausübung und die Bedürfnisse der Jagd angefertigt, und auch als solche anerkannt wurde. Sie dienen überwiegend der Jagd von Wildtieren, allumfassend dürfen aber auch Fangnetze und Angeln als Jagdwaffen angesehen werden. Bei der Jagd im Sinne des Themas setzt der Jäger heute fast ausschließlich auf die Schusswaffe. Sie ist nach waidmännischen Gesichtspunkten die schnellste, effektivste und tötungsgerechteste Jagdwaffe. Die Art der Tötung von Jagdwild ist staatlich geregelt, so dass die Nutzung von nicht zur Jagd zugelassenen Waffen in vielen Ländern einschließlich Deutschland nicht erlaubt sind und somit unter Strafe stehen.
Voraussetzung für die Ausstellung eines Jagdscheins
Der Jagdschein ist ein Pflichtdokument, ohne das die Ausübung der Jagd bei uns gesetzeswidrig wäre. Für die Ausstellung eines Jagdscheines gelten verschiedene Kriterien, deren Erfüllung ganzheitlich gegeben sein muss. Hierzu gehört auch der erfolgreiche Abschluss einer Jägerprüfung.
Die Jagd und die verschiedenen Jagdarten
Im Laufe der Geschichte haben sich verschiedene Arten der Jagd herausgebildet, die grundsätzlich alle das gleiche Ziel, das Erlegen von Wild, verfolgen, jedoch teilweise gänzlich unterschiedliche Methoden zum Gegenstand haben. Oberbegrifflich kann man zwischen zwei Arten sprechen, der Einzeljagd sowie die Gesellschaftsjagd.
Die Einzeljagd wird von einem Jäger im Form der Durchforstung des Waldes oder von einem Hochsitz aus ausgeübt. Bei der Durchforstung kommen regelmäßig auch Jagdhunde zum Einsatz, häufig ist das Ziel aber gar nicht die aktive Erlegung von Wild, sondern die Jagd an sich. Eine besondere Form der Einzeljagd ist die Pirsch.
