Der Begriff Jagdwaffe

Gepostet von Clemens am Mai 10, 2011 in Jagen | Keine Kommentare

Als Jagdwaffe wird grundsätzlich jede Waffe bezeichnet die für die Ausübung und die Bedürfnisse der Jagd angefertigt, und auch als solche anerkannt wurde. Sie dienen überwiegend der Jagd von Wildtieren, allumfassend dürfen aber auch Fangnetze und Angeln als Jagdwaffen angesehen werden. Bei der Jagd im Sinne des Themas setzt der Jäger heute fast ausschließlich auf die Schusswaffe. Sie ist nach waidmännischen Gesichtspunkten die schnellste, effektivste und tötungsgerechteste Jagdwaffe. Die Art der Tötung von Jagdwild ist staatlich geregelt, so dass die Nutzung von nicht zur Jagd zugelassenen Waffen in vielen Ländern einschließlich Deutschland nicht erlaubt sind und somit unter Strafe stehen.

Jagdwaffen unterliegen dabei einem gewissen Status unter Jägern. Nicht selten werden insbesondere Schusswaffen deshalb aufwändig gefertigt und individuell verziert – je nach ästhetischem Anspruch und qualitativen Aspekten kann der Kaufwert einer solchen Jagdwaffe durchaus im fünfstelligen Bereich liegen.
Neben den Schusswaffen zählen auch Klingenwaffen (auch kalte Waffen genannt) zum regulären Jagdwaffenbestand mit ähnlichem Status. Klingenwaffen können, ähnlich wie Schusswaffen, bei individueller Anfertigung durch einen Messerschmied ebenfalls sehr teuer werden und im vierstelligen Eurobereich liegen.

Feuerwaffen im Überblick

Der Begriff der Feuerwaffe steht für Schusswaffen im Allgemeinen, und umfasst Gewehre, Büchsen, Flinten, Revolver und Pistolen, sowie solche mit kombiniertem Büchsen- und Flintenlauf.
Büchsen und Flinten werden gerne sinnbildlich für ein und die selbe Waffe verwendet, sie unterscheiden sich jedoch deutlich. So ist ein Gewehr dann eine Büchse wenn sie einen gebogenen Lauf hat, im direkten Vergleich zur Flinte mit einen glatten und geraden Lauf für den Schrotschuss. Es wird zwischen Vorderlader und Hinterlader differenziert.
Im Gegensatz zum Gewehr gehört der Revolver zu den Kurzwaffen, stellt eine Handwaffe dar, und ist nur in festgelegten Kalibern als Jagdwaffe zu verwenden. Gleiches gilt für die Pistole, die sich vom Revolver dahingehend unterscheidet, dass Munition nicht einzeln eingelegt wird – die Pistole verfügt über ein Magazin mit mehreren Schuss.
Kombinierte Waffen, wie solche die einen Büchsen- und Flintenlauf besitzen, dienen der Flexibilität des Schützen, der somit wahlweise mit Schrot oder Kugelpatronen laden kann. Schrotmunition ist hierzulande jedoch nur für die Jagd auf Enten und Co. gestattet – die Jagd auf Wildtiere wie Paarhufer mit Schrot ist untersagt.

Die sogenannten kalten Waffen

Als kalte Waffen werden vorwiegend Klingenwaffen bezeichnet, aber auch Sportwaffen wie der Lang- und Kurzbogen, mechanische Harpunen, Armbrüste und Speere fallen unter diese Gattung. Da sie jedoch für die Jagd nicht zugelassen sind beschränkt man sich beim Begriff der kalten Waffe jedoch überwiegend auf Waffen mit Klingen.
Anders als die Feuerwaffe dient die Klingenwaffe in der Regel jedoch nicht der aktiven Jagd, sondern dem finalen Gnadenakt – der endgültigen Tötung des erlegten Tieres. Diese ist gesetzlich vorgeschrieben. Als gängigste und bekannteste kalte Waffe gilt im Jagdsegment das Jagdmesser. Es dient der Tötung ebenso wie dem Zerlegen und Ausweiden, findet aber auch als rein praktisches Utensil Verwendung. Speziell für die Tötung erlegter Tiere gibt es den sogenannten Nicker – er dient der schnellen und effizienten Tötung, die durch seine spezielle Klingenform gewährleistet wird. Der Nicker kommt hauptsächlich zum Einsatz, lediglich bei der Tötung von Wildschweinen wird die sogenannte Saufeder genutzt. Hierbei handelt es sich um einen kurzen Spieß. Bei der Kombination aus Waidblatt und Nicker spricht man von einem Waidbesteck, für das reine Zerlegen des Fleisches wird die Praxe verwendet.

Bild: Bergringfoto – Fotolia.com

Ähnliche Beiträge:

Kommentar absenden